Elternvertreter

Elternvertreter am GBG – die Schulpflegschaft

Ein herzliches Willkommen allen Eltern am GBG!

Als Vorsitzende der Schulpflegschaft möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick auf Ihre Möglichkeiten zur Mitgestaltung des Schulgeschehens geben. Diese Möglichkeiten sind nämlich größer als häufig vermutet, und obwohl das GBG das schülerstärkste Gymnasium der Stadt ist, herrscht ein spürbarer Geist guten Miteinanders vor. Eine Grundlage dafür sind das traditionell hohe Engagement von uns Eltern sowie das hohe Maß an Anerkennung und Wertschätzung dieses Engagements durch Schulleitung wie Kollegium.
Darauf dürfen wir alle ein wenig stolz sein.

Vorab einige – leider etwas trockene – Grundinformationen zur Elternmitwirkung, denn diese hat in den letzten Jahren nicht nur in NRW eine kontinuierliche Stärkung erfahren und reicht inzwischen bis in die Landesebene. Sie ist Bestandteil der NRW-Verfassung und wird geregelt im Schulgesetz (SchulG NRW).

  • Die Klassenpflegschaft, also alle Eltern einer Klasse, wählen zu Beginn des Schuljahres den Klassenpflegschaftsvorsitz, bestehend aus der oder dem Vorsitzenden und einem/einer Stellvertreter/-in. Der Vorsitz kann zu Pflegschaftssitzungen („Elternabende“) einladen, diese vorbereiten und dazu Themen sammeln, Meinungen einholen u. Ä. Der Vorsitz ist Ansprechpartner für Lehrer wie Eltern in Angelegenheiten, die die Klasse betreffen.
    In Jahrgangsstufen ohne Klassenverbände (Oberstufe) findet die Mitwirkung über Jahrgangsstufenvertretungen statt (1 Elternvertreter pro 20 Schüler).
  • Die Schulpflegschaft setzt sich zusammen aus allen Pflegschaftsvorsitzenden der Klassen bzw. Jahrgangsstufen. Sie wählt eine/einen Schulpflegschaftsvorsitzende/-en und bis zu drei Stellvertreter/-innen, die als Bindeglied zur Schulleitung fungieren.
    Zu den Sitzungen der Schulpflegschaft, an denen eigentlich immer auch die Schulleitung teilnimmt, kann sinnvollerweise auch die Schülervertretung (SV) eingeladen werden. Die Sitzungen dienen vor allem als Beratungs- und Diskussionsforum, zum Bündeln und Kanalisieren von Meinungen, zum Bilden von Ausschüssen, zur Wahl von Vertretern in weitere Gremien sowie zum Beantragen von Entscheidungen durch die Schulkonferenz.
    Für die Schulkonferenz wählt die Schulpflegschaft ebenfalls Mitglieder (die nicht unbedingt Mitglieder der Schulpflegschaft sein müssen!), am GBG sind dies neben der/dem durch das Amt bereits gesetzten Schulpflegschafsvorsitzenden 5 weitere und deren insgesamt 6 Stellvertreter/-innen.
  • Die Schulkonferenz ist das oberste Entscheidungsgremium einer Schule; an Gymnasien sind Eltern, Lehrer und Schüler paritätisch vertreten (am GBG die Höchstzahl von je 6). Sie verabschiedet schulinterne Regelungen und Vorgehen, etwa Fahrtenkonzepte und Hausordnung, oder entscheidet in wesentlichen Fragen, bspw. G8 oder G9.
    Die Entscheidungen fallen durch Mehrheitsbeschluss; die Schulleitung hat dabei erst dann Stimmrecht, wenn keine Mehrheit zustande kommt.
  • Die elterliche Mitwirkung setzt sich fort über die Stadtschulpflegschaften (nach Schulformen sowie gesamt) und mündet auf Landesebene in diversen Vereinen und Institutionen, etwa die Landeselternkonferenz, die Anhörungs- und Vorschlagsrechte besitzen und diese bei jährlich mindestens 2 Einladungen durch das Schulministerium wahrnehmen.

Und was heißt das nun für uns Eltern am GBG?

Konkret ist mit all dem umschrieben, dass es zu einem guten Stück in unserer Hand liegt, in welcher Atmosphäre und auf welche Weise unsere Kinder lernen dürfen. Wir können dafür sorgen, dass trotz Notendrucks oder Menge an Lernstoff auch soziale Bildung und menschliches Miteinander einen hohen Stellenwert behalten. Kurz: wie gerne unsere Kinder zur Schule gehen – und damit auch, wie gerne dies die Lehrer tun.

Dafür müssen wir uns nicht unbedingt für etwas wählen lassen:
Bei den Fachschaften etwa treffen sich ca. zweimal jährlich die Lehrer eines Faches, um über Curricula, Lehrmittel, Veranstaltungen und Ähnliches zu beraten. Eltern- und Schülervertreter sind eingeladen, an diesen Fachschaftskonferenzen beratend teilzunehmen und die Anliegen der Schüler bzw. Eltern zu formulieren.

Die unverzichtbare, an zahllosen Stellen der Schule (un)sichtbare Arbeit unseres Fördervereins kann nur durch möglichst viele Mitgliedschaften sichergestellt werden.

Am Tag der offenen Tür können Sie Ihre berufliche Erfahrung einbringen und sich für die Berufsinformation der Oberstufe zur Verfügung stellen – ein Angebot, das von den Schülerinnen und Schülern regelmäßig sehr dankbar angenommen wird.

Oder Sie engagieren sich in einem Arbeitskreis für das Schulgeschehen:
Zurzeit sind mehrere Arbeitskreise aktiv: AK Kulturschock, AK Karneval, AK Schulprofil sowie AK Ausweg (zu den Themen Sucht, Gewalt, Mobbing, Prävention, derzeit erreichbar über die Schulpflegschaft). Sie können auch eine solche Gruppierung anregen oder gründen – was auch immer Ihre Ideen und Anregungen sind: bringen Sie diese ein, das GBG freut sich auf Sie!

Wenden Sie sich mit Ihren Anliegen, Wünschen und Fragen gerne jederzeit an uns unter schulpflegschaft@gbg.koeln

Herzlichst,
Ihre Doris Heinen,
Nathan v. Alemann, Lorenz Kahlke, Wolfram Koch