Archiv für Dez,2019

Hier befinden sich unsere archivierten Beiträge. Nach Datum sortiert.

Mit Wasserstoff durch die Republik – ein Reisebericht und -kommentar 

25.000 Chemikalien, ca. 300 Wissenschaftler, 60 Jahre alt – das ist, grob umrissen, das hamburgische Technologiezentrum des Konzerns Shell, das zu Kraft- und Schmierstoffen forscht. Diesem Zentrum durfte der Chemieleistungskurs 2018-20 des Georg-Büchner-Gymnasiums vom 28. bis 30. Oktober 2019 einen Besuch abstatten, der die Gewinneinlösung des Wettbewerbs „MakethefutureRheinland” darstellte, den der Leistungskurs Chemie Q2 mit dem Entwurf eines nachhaltigen und umweltfreundlichen „Modell-Veedels” gewonnen hatte.

Und der Zug rollt…

Zumindest waren alle TeilnehmerInnen froh, als er das tat. Am Montag der Reise war die Ankunft geplant, die am Abend nach großer Verspätung stattfand. Der erste Reisetag verklang in geselliger Runde bei einem gemeinsamen Abendessen. Nun konnte der Aufenthalt beginnen.

„Das Gewinnerteam”

So die Anrede, die der Busfahrer bei der Kurs-Abholung wählte. Ja, gewonnen hatte der Kurs wirklich und freute sich dankbar über seinen Gewinn, diese Kursfahrt.

Honoriert wurde die Leistung des Kurses vor allem durch Shell selbst. Nach einem Empfang im Forschungszentrum folgten Vorträge zu den Zielen der Shell und deren Herangehensweise an die Etablierung alternativer Energieträger im Bereich Mobilität. Wasserstoff, der Einsatz von Gas oder die Herstellung von Bio-Kraftstoffen wurden als Möglichkeiten aufgeführt, die hinter der positiven Selbstdarstellung der Shell auch naturwissenschaftlich Interessantes eröffneten. Es folgte eine Führung über das Gelände des Forschungszentrums, die über Solaranlagen und das Labor zu einem Testraum führte, in dem ein Auto stand, um die Qualität der neu entwickelten Kraft- und Schmierstoffe des Zentrums bei Gebrauch zu testen.

„Damit kommen Sie einmal um die Welt.”

Zweiter Programmpunkt des bis Nachmittags von Shell geplanten Tages war der Besuch einer Wasserstoff-Tankstelle. Große Tanks, ein Elektrolyseur und ein Kompressor wurden der Gruppe gezeigt, mit deren Wasserstoff-Inhalt die Welt einmal umrundet werden könne.

„Frau Professorin mit ihren Doktoranden”

So konnte sich der Chemieleistungskurs zumindest fühlen, denn an dritter Stelle folgte, gesäumt von einem delikaten Büfett, ein „Meet and greet” mit dem Kommunikationschef der Shell in der Zentrale des Unternehmens. Auch hier wurde die Zukunft unserer Mobilität diskutiert. Die Fragen nach nachhaltiger Fortbewegung und Möglichkeiten, nachhaltige Energieträger weltweit zu etablieren, standen im Mittelpunkt der Debatte.

Mit ausdrücklichem Dank ging damit der Tagesteil bei Shell zu Ende, der als informativ von den Teilnehmenden empfunden wurde.

Nach einem Abendessen an den Landungsbrücken sollte der Tag aber noch nicht beendet sein.

„Auf der Reeperbahn nachts um halb eins”

Den Abend konnte der Kurs programmatisch selbst gestalten. Eine zweistündige Führung durch die Hamburger Innenstadt beschloss den Tag. Themen waren: die Geschichte des Hamburger Hafens und Hamburgische Musikgeschichte, insbesondere die Anfänge der Beatles in der Hansestadt sowie Rechtliches und Moralisches rund um das Thema Rotlicht.

Somit bekam der Chemiekurs einen Gesamteindruck von Hamburg, der von nennenswerten wissenschaftlichen Leistungen bis hin zum weltweit bekannten Amusementbezirk Hamburgs einen Bogen schlug.

Und noch etwas Historie…

Mit dem Besuch des Balkons der Elbphilharmonie und des Alten Elbtunnels wurden am dritten Reisetag auch die (Industrie-)Geschichte Hamburgs und das kulturelle Geschehen der Gegenwart berührt, was ein gelungener Abschluss einer intensiven und informativen Studienreise war.

Daher gilt besonderer Dank der Welcome GmbH sowie Shell für die Organisation und finanzielle Trägerschaft der Reise. Der Chemielehrerin, Frau Prelle, wird ebenfalls für Ihre Betreuung und Unterstützung bei diesem außergewöhnlichen Erlebnis Dank ausgesprochen.

Jakob Valder

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Allein von Ruanda nach Deutschland – Autorin Hanna Jansen las Sechstklässlern vor

Im Rahmen der Aktion Heimspiel – Kölner Autoren lesen an Kölner Schulen – gab es am 20. November 2019 für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6b und 6c eine Begegnung mit der Jugendbuchautorin Hanna Jansen. Die Autorin las ausschnittsweise ihre Geschichte „Noel oder der Traum von Iburayi“ vor, die in dem Anthologien-Band „Zu Hause ist, wo ich glücklich bin – Neu in Deutschland“ im Jahre 2011 erschienen ist.

Die Geschichte handelt von dem zehnjährigen Jungen Noel, der als Straßenkind in Ruanda lebt, seit seine Eltern tot sind. Zum Glück hat er noch eine Großmutter, die sich so gut es geht um ihn kümmert. In Europa, dem Land, von dem alle träumen – „Iburayi“ eben – würde es ihm besser gehen, so glauben zumindest er und seine Oma. Dort angekommen, landet der Junge jedoch nicht im Paradies, sondern ist erst einmal sehr allein.

Aus der Sicht eines Kindes verschafft Jansen einen Einblick in die Träume und Beweggründe von Menschen, die ihre Heimat aufgeben, um ein besseres Leben in Europa zu beginnen. Der Autorin gelang es durch geschickt eingesetzte Vorlesepausen, in denen die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit hatten, das eben Gehörte durch Fragen zu reflektieren, ihre Zuhörer für diese aktuelle, aber doch für die meisten so ferne Thematik zu sensibilisieren.

Am Ende der Erzählung landet der Zehnjährige in Deutschland schließlich bei einer Familie, die schon andere Kinder aus Afrika aufgenommen hat – es ist die Familie der Autorin. Sie beschreibt einfühlsam, mit welchen Schwierigkeiten Noel, der in Wirklichkeit anders heißt, zu kämpfen hat. Nach einer Zeit aber kommt er in der neuen Familie an und sie wird zu seiner Familie. Er nennt die weiße Frau „Mama“ und ihren Mann „Papa“.

Die Erzählung beruht auf den Erlebnissen eines von insgesamt elf Pflegekindern, die überwiegend aus Afrika stammen und die in der Familie von Hanna Jansen ein neues Zuhause gefunden haben. Ihre Lesung rundete die Autorin anschaulich ab, indem sie den Schülerinnen und Schülern private Fotos von Besuchen in Ruanda zeigte, die die tatsächlichen Lebensumstände ihrer Pflegekinder darstellten.

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Congratulations! Herzlichen Glückwunsch!

Die gesamte Fachschaft Englisch gratuliert den sechs Schülerinnen und Schülern (von li. nach re. Melissa Mussá, Kai Ammermann, Benedikt Braun und Antonia Haas; es fehlen Pauline Rosenberg und Maximilian Reisch) die am Projektkurs Preparation course – Cambridge certificate im Schuljahr 2018/19 teilgenommen und sich auf die weltweit anerkannte Cambridge Prüfung vorbereitet haben. Nach einer intensiven Vorbereitungszeit war es Anfang Juli soweit und die Schülerinnen und Schüler haben sowohl an der schriftlichen als auch mündlichen Cambridge Prüfung (Niveau C1, Gesamteuropäischer Referenzrahmen) im Rahmen des Schulprojekts NRW teilgenommen und bravourös bestanden. Wir freuen uns über solch ein Engagement und die tollen Ergebnisse. Wir wünschen den sechs Schülerinnen und Schülern weiterhin viel Freude an Englisch und alles Gute für das bevorstehende Abitur.

Christine Hemmerich

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